Der neue Fünfziger: So soll er vor Falschgeld schützen

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Der neue Fünfziger: So soll er vor Falschgeld schützen

338 Millionen Menschen nutzen täglich den Euro als Zahlungsmittel. Dabei wird der 50-Euro-Schein am häufigsten verwendet. Er ist häufiger im Umlauf als die Fünf-, Zehn- und 20 Eurobanknoten zusammen. Doch diese Beliebtheit nutzen auch Kriminelle. Laut BKA werde dieser Schein am häufigsten gefälscht. Dem soll jetzt mit der Einführung neuer Scheine ein Ende gesetzt werden.

Im Jahr 2015 war in Deutschland erneut ein deutlicher Anstieg des Falschgeldaufkommens zu verzeichnen – so das Fazit des Bundeskriminalamts (BKA) in seinem Lagebericht. Die hierzulande aufgetauchten Fälschungen stammen häufig aus Süd- und Osteuropa. Nach BKA-Erkenntnissen hat der Handel mit weit verbreiteten Fälschungen im Internet im vergangenen Jahr weiter zugenommen. Durch die Anonymität der abgeschotteten Bereiche des Internets hinsichtlich der Anbieter, der Bezahlung und des Versands werden polizeiliche Ermittlungen erschwert. Auf Internetseiten, deren Server sich im Ausland befinden, werden Falschgeld, Materialien zur Falschgeldherstellung sowie Anleitungen angeboten. Dadurch sind Hersteller und Verteiler von Falschgeld nicht mehr, wie bisher üblich, auf die Anbindung an Netzwerke krimineller Organisationen angewiesen.

Schutz durch verbesserte Sicherheitsmerkmale

Die jüngste Maßnahme der Europäischen Zentralbank, vor Fälschungen zu schützen, ist die Einführung eines neuen 50-Euro-Scheins. Am 04. April 2017 soll er erstmals ausgegeben werden. Als innovatives Sicherheitsmerkmal enthält er das Porträt-Fenster. Betrachtet man den Geldschein gegen das Licht, so erscheint im durchsichtigen Fenster am oberen Ende des Hologramms ein Porträt der mythologischen Gestalt Europa. Das Porträt ist von beiden Seiten der Banknote zu erkennen. Das gleiche Porträt erscheint auch im Wasserzeichen. Auf der Vorderseite des Scheins befindet sich die glänzende “Smaragd-Zahl”. Sie verändert beim Kippen der Banknote ihre Farbe von Smaragdgrün zu Tiefblau. Außerdem bewegt sich ein Lichtbalken auf der Zahl auf und ab. So lässt sich künftig die Echtheit der Geldscheine nach dem Prinzip “Fühlen-Sehen-Kippen” leicht überprüfen. Der Fünfziger ist nach dem Fünf-, Zehn- und 20-Euro-Schein nun die vierte Stückelung der zweiten Generation von Euro-Banknoten, der sog. Europa-Serie.

Abschied vom 500-Euro-Schein

Auch die 100- und 200-Euro-Scheine sollen mit diesen Sicherheitsmerkmalen neu aufgelegt werden. Anders dagegen die 500-Euro-Banknote. Ihr Druck soll bis 2018 eingestellt werden Der Schein bleibt aber weiterhin gültiges Zahlungsmittel. Der Grund für die Entscheidung der EZB (Europäische Zentralbank), die Ausgabe einzustellen, sind unter anderem Bedenken, dass der 500-Euro-Schein illegale Aktivitäten erleichtern könnte. 

Verunsicherung ist höher als finanzieller Schaden

Da der Euro als stabile Währung gilt und weit verbreitet ist, wird er auch zukünftig für Fälscher attraktiv bleiben. Im Vergleich zum Umfang des in der Europäischen Union im Umlauf befindlichen Bargelds (ca. 18 Milliarden Stücke) ist das Falschgeldaufkommen jedoch weiterhin als gering zu bezeichnen. Die Falschgeldkriminalität verursacht insofern keine signifikaten finanziellen Schäden, jedoch kann sie zur Verunsicherung der Öffentlichkeit beitragen und das Vertrauen der Bevölkerung in die Sicherheit des Bargeldverkehrs beeinträchtigen, so die BKA-Einschätzungen. 

Was tun mit Falschgeld?

Sollten Sie den Verdacht haben, dass man Ihnen Falschgeld “untergejubelt” hat, so sollten Sie sofort die Polizei benachrichtigen. Bei der Weiter- oder Rückgabe von Falschgeld können Sie sich geanu wie bei seiner Herstellung strafbar machen. Daher sollten Sie auch die Ware nicht vor Bezahlung mit gültigem Geld herausgeben.

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2017-03-15T01:40:51+00:00Von |

Über den Autor:

Seit 1998 betreibe ich als selbständiger Buchhalter das DATAC Büro Buchführung-mit-Vorsprung in Rheine. Nach meiner Ausbildung zum Industriekaufmann und dem Studium der Betriebswirtschaftslehre in Münster, habe ich mehrere Jahre Berufserfahrung in einer mittelständischen Unternehmensberatung und in verschiedenen Steuerberatungsgesellschaften gesammelt.

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